Sentimental
immer auf dem gleichen weg nach hause. entlang dem donaukanal, bei der kreuzung über den ring, die blöde strecke auf den straßenbahnschienen (ich hätte ja auf dem fahrradweg bleiben können, neben der hundezone, aber wer mag schon so was), noch einmal schwung nehmen vor dem anstengenden teil auf der marc aurel strasse bergauf. als ich hinter dem stephansdom fuhr wusste ich, dass dieser sommer was besonderes war. mich schauderte und gleichzeitig empfand ich ein unvergleichbares glücksgefühl. wie bei einem spiel versuchte ich zu erraten, ob er schon daheim ist und ob er im bett auf mich wartet.
manchmal gewann ich. manchmal.
eine begegnung riss mich völlig aus meinen sentimentalen gedanken.
bei der börse stieg mein alter freund E in die straßenbahn ein, mit frau. wahrscheinlich waren wir nicht mehr ganz nüchtern und redeten wirres zeug. im letzten moment biss ich mir auf die zunge und fragte nicht, ob sie ein baby erwartet oder nur sehr viel zugenommen hat.
mit der pflanze in der hand stieg ich aus und wünschte mir, jemand im haus wäre noch wach. oder die tür würde klemmen und ich hätte einen vorwand alle zu wecken. wir würden dann alle raufgehen und würden uns oben eine flasche woodbridge teilen. aber alle schliefen. alle, die um- und ausziehen und auch die, die bleiben.
er ging heute nachmittag an mir vorbei und streichelte über meinen oberarm. ich stand da mit zwei aktions-proseccoflaschen und schaute leicht überfordert in die andere richtung.
zur zeit streicheln mich die männer gerne, ist mir aufgefallen.
aber irgendwie wird es nix mit supergirl
manchmal gewann ich. manchmal.
eine begegnung riss mich völlig aus meinen sentimentalen gedanken.
bei der börse stieg mein alter freund E in die straßenbahn ein, mit frau. wahrscheinlich waren wir nicht mehr ganz nüchtern und redeten wirres zeug. im letzten moment biss ich mir auf die zunge und fragte nicht, ob sie ein baby erwartet oder nur sehr viel zugenommen hat.
mit der pflanze in der hand stieg ich aus und wünschte mir, jemand im haus wäre noch wach. oder die tür würde klemmen und ich hätte einen vorwand alle zu wecken. wir würden dann alle raufgehen und würden uns oben eine flasche woodbridge teilen. aber alle schliefen. alle, die um- und ausziehen und auch die, die bleiben.
er ging heute nachmittag an mir vorbei und streichelte über meinen oberarm. ich stand da mit zwei aktions-proseccoflaschen und schaute leicht überfordert in die andere richtung.
zur zeit streicheln mich die männer gerne, ist mir aufgefallen.
aber irgendwie wird es nix mit supergirl
annie hayworth - 28. Jul, 21:49
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